Gewicht mehren

Hallo Kombifahrer! Folgendes sind keine Tipps, sondern nur spezielle Geschichten ohne allgemeine Gültigkeit. Ich erzähle zwei Geschichten, in denen 200 kg Mehrgewicht, überlegt eingeladen, dem Verbrauch etwas Gutes taten:

Es war einmal ein Heckantriebler auf einer Winterspazierfahrt. Sein schwerer Motor hatte jede Menge Kraft. Doch diese treulose Tomate saß die ganze Zeit nur auf den Vorderreifen und die angetrieben Reifen im Heck hatten von seinem Gewicht nicht die Bohne. Bei jeder Schneelegenheit fühlten sie sich mehr wie geölte Drehwürmer als knackige Winterreifen. Eines Tages, als wieder mal die Garage auf ging und die in grelles Weiß gehüllte Umgebung die gewohnte Rutschpartie verhieß, sahen sie den Chauffeur mit zwei dicken weißen Streugutsäcken daher kommen. Die Reifen krümmten sich vor Lachen, super, der Säckel streut uns jetzt den ganzen Weg. Hihi - da kann er doch gleich laufen. Doch nein, er hatte eine bessere Idee: Er legte sie in den Kofferraum. Die Last kam wie Brot vom Himmel und die schwer beschenkten hinteren Reifen hatten mit der Last wieder Chancen, das Auto richtig schön vom Fleck zu schieben. Auch der Motor freute sich, denn bei der nutzlosen Rutscherei ohne Ballast hatte er viel mehr Benzin verschwitzt, als die 2 Säcke Mehrgewicht überhaupt mehr verbrauchen könnten.

Es war mal ein Kombi auf den Weg in seinen Sommerurlaub. Richtig dick beladen im Kofferraum ging es in den Süden. Eine lange Autobahnstrecke stand im bevor. Der Kutscher hatte es nicht eilig und hielt die Richtgeschwindigkeiten konstant. Vielleicht lag es auch daran, dass in diesen Ländern Tempoübertretungen nicht so zimperlich geahnt werden. Die Last im Kofferraum drückte stark auf die Hinterpfoten und das Auto war zwar noch weit davor, ein Männchen zu machen, doch es war vorne schon etwas höher. Für den bei der Fahrt vorbeiströmenden Wind war der hinten tiefer gelegte Kombi ähnlich der windschlüpfigen Tropfenform. Sie konnten es gar nicht richtig packen. Und tatsächlich: Der cw-Wert sank um viele Prozente und der Verbrauch bei der langen Autobahnfahrt lag plötzlich einen Liter unter dem Normalverbrauch dafür. Als der Urlaub zu Ende war, vergaß der Fahrer aber, das alles gleich auszuladen und kaum war er in die Stadt gefahren, war der Verbrauch gleich wieder einen Liter höher. Dem guten Mann fiel sein Gewinn auf der Autobahn deswegen nie auf.

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