Vorbereitung auf das Einparken

Einparken einfach gemacht mit entsprechender Vorbereitung.

  1. Bevorzugen Sie bereits beim Autokauf eines, das mit 2 Außenspiegeln und mindestens akustischer Einparkhilfe hinten ausgestattet ist. Von Vorteil sind auch Außenspiegel, die nach dem Einparken möglichst automatisch einfahren und bei erneutem Start automatisch wieder auf die vorher justierte Position ausfahren. Hierzu muss der Einstellknopf des linken Außenspiegels in Ruhe meist nach hinten gestellt werden. Leider muss bei einigen Fahrzeugen der Knopf bei jedem Ein- und Ausfahren manuell betätigt werden. Bei anderen genügt die einmalige Einstellung nach hinten. Die Spiegel werden dann beim Ein- und Ausschalten der Zündung mit betätigt. Ist diese Funktion vorhanden, sollte sie auch stets genutzt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass der Antrieb beschädigt wird, wenn jemand am ausgefahrenen Spiegel des abgestellten Fahrzeugs hängen bleibt und ihn einklappt.
    1. Stellen Sie die Entertainmentabsenkung einmalig auf Maximum, so dass auch laute Musik nach Einlegen des Rückwärtsgangs maximal gedämpft wird, damit Sie die Rückfahrpiepser (und auch Telefongespräche) deutlich hören können. Stellen Sie deutlich erkennbare unterschiedliche Tonhöhen (vorne tiefer, hinten höher) ein und wählen Sie solche, die Sie bei gleicher, mäßiger Lautstärke am lautesten hören können. Abschließend erhöhen Sie wenn möglich die Lautstärke der Rückfahrpiepser auf Maximum.
  2. Vermeiden Sie überflüssige Aufkleber auf den Scheiben. Der Lichttestaufkleber mag als sinnvolle Werbung im Interesse der allgemeinen Sicherheit dienen, sollte jedoch wegen seiner Konsistenz, aufgrund der er nur schwer restlos wieder entfernbar ist, verweigert oder umgehend nach Anbringung wieder entfernt werden. Unvermeidbare Feinstaub-, Parkplaketten oder Pickerl gehören in eine Windschutzscheibenecke oder vor den Innenspiegel, damit er die Sicht möglichst wenig stört. Bitte beachten Sie dabei, dass sich ein vorhandener Regen-/Lichtsensor zwischen Innenspiegelstativ und Windschutzscheibenoberkante befindet und dort frei zu halten ist. Sofern Sie keine Schadstelle versiegeln wollen, gehört auf Lackflächen überhaupt kein Aufkleber, da sich einige Klebstoffe im Lauf der Zeit chemisch verändern und den Lack angreifen oder sich nicht mehr ohne Beschädigung entfernen lassen. Aufkleber führen mittelfristig außerdem zu einer ungleichmäßigen Lackausbleichung durch Sonnenlicht.
  3. Entfernen Sie jedes überflüssige Lametta am Innenspiegel, Armaturenbrett oder Hutablage (Duftbaum, Plüsch, Schuhe, Würfel, Wackeldackel), da damit sowohl die Sicht, als auch die Sicherheit eingeschränkt wird. Das gleiche gilt für den Schlüsselbund. Halten Sie diesen möglichst klein. Ein Schlüsselanhänger dient hauptsächlich dazu, einen Bund mit wenigen Kleinschlüsseln zu vergrößern, damit dieser nicht verloren geht und ist im Auto aufgrund des ohnehin großen Funkschlüssels genauso wie sonstiger Ballast daran (Flaschenöffner, Pfandmünzhalter) vollkommen überflüssig. Neben dem Sicherheitsdefizit herumpendelnder Schlüssel während der Fahrt beschädigen die teilweise auch scharfkantigen Metallteile weiterer daran befestigter Schlüssel besonders infolge Druckausübung in engen Taschen auf Dauer das weichere Kunststoffgehäuse des ausgesprochen teuren Funkschlüssels, die Lenksäulenverkleidung oder das Armaturenbrett. Aus diesem Grund lassen auch nur Wildschweine Schlüssel mit Bund in Türschlössern stecken. Da man nicht immer Auto fährt, wenn man die Wohnung verlässt, empfiehlt sich die separate Vorhaltung des Funkschlüssels mit Trennung vom übrigen Schlüsselbund. Auch das Risiko unbemerkter Tastenbetätigung wird dadurch verringert. An die bedarfsgerechte Mitnahme kann man sich in kürzester Zeit gewöhnen.
  4. Beide Außenspiegel knapp an den Fahrzeugseiten vorbei so tief wie möglich ausrichten, so dass die Sicht auf das Verkehrsgeschehen beim normalen Fahren noch nicht behindert wird. Manche Außenspiegel verfügen an der Innenseite unten über eine ausgeprägte Spiegelecke, die man so ausrichtet, dass man darin eine direkt neben den Fahrzeugreifen verlaufende Parkmarkierung bis möglichst weit vorne sehen kann, ohne den Kopf zu recken.
  5. Schon beim Entdecken eines Parkplatzes wird dieser genauso wie auch bei Rückkunft zu Fuß vor dem Wiederausparken auf pfahlförmige oder niedrige Hindernisse, die ggf. von Rückfahrsensoren und Spiegeln nicht erfassbar sind, geprüft. Schon beim Anfahren wird geblinkt, Ausrichtung und Einparktrasse entschieden und auf Anhieb an der dafür passenden Stelle angehalten. Beim anschließenden Einparken können Sie mit den tief und nah ausgerichteten Außenspiegeln die Markierungen anvisieren, um das Fahrzeug mit einem Minimum an Rangierhüben optimal (ohne Reifen- und Felgenschäden durch Bordstein, ohne Seitenversatz, rechtwinklig und innenbündig) einzuparken. Notfalls kann nach Öffnen der Fahrertür auch über die Einstiegschwelle gegen Pflastersteinreihen anvisiert werden. Beim Blick nach vorne in die Außenspiegel haben Sie daneben auch die beim Rangieren ausscherende Fahrzeugfront im Blick, so dass Sie mit maximaler Sicherheit selbst verursachte Parkschäden und damit auch Kostenbelastungen durch Kasko- oder gar Haftpflichtversicherungsleistungen vermeiden können.
Stichworte:

akustische Einparkhilfe

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