Motorbremse

Wo ist der Motor, der ganz frei von MotorSprit läuft? Er ist da, wenn man im Gang mit ausreichend Mindestdrehzahl bleibt, kein Gas gibt und die Spritzufuhr durch die Schubabschaltung automatisch völlig abgedrosselt wird. Seit den Achzigern kann man davon ausgehen, dass jedes Fahrzeug damit ausgestattet ist.

Das Fahren ohne Gas kann man besser "Motorbremse" nennen, da sie besonders für Busfahrer oder Lkw-Fahrer lebenswichtig ist. Ein Bus in den Bergen

Auch PKW sollten die Motorbremse bei größeren Gefällen intensiv nutzen, um die Bremsen nicht überzustrapazieren und gleichzeitig Sprit zu sparen. Zusätzliche Bremskraft kommt durch Schalten in die niedrigen Gänge. Zum schneller werden reicht manchmal schon das Hochschalten. Alleine damit lässt sich die Geschwindigkeit auch in der Kolonne ohne Gas und Bremse feinfühlig regeln. Bei betriebswarmem Motor sollte die Motordrehzahl auf maximal 4000 U/min beschränkt bleiben, bei kaltem Motor maximal 3000 U/min. Hierzu notfalls kurz die Bremse antippen.

Wirkung der Motorbremse

Dem Motor schadet die Fahrt ohne Gas nicht. Im Gegenteil: Der schützende Ölfilm an den Zylinderwänden wird bei "Schubabschaltung" nicht mehr durch das fettlösende Benzin abgewaschen. Der Beitrag der Motorbremse entlastet insbesondere Bremsbeläge und Bremsscheiben vor Abrieb und Überhitzung.

Auf den Verbrauch wirkt es, so lange und so weit es mit der Motorbremse geht, in Form einer totalen Spritersparnis. Die durch die Motorbremse erzeugte höhere Drehzahl vernichtet nicht die gesamte Bewegungsenergie durch Luftwiderstand, Kompressions- und Reibungsverluste, sondern verstärkt im Rahmen der Stromfestigkeit von Lichtmaschine, -Regler und Batterie auch die Batterienachladung über die dann schneller angetriebene Lichtmaschine und führt damit zu einer zumindest teilweisen Rekuperation. Je früher die Batterie durch „Verluste“ vollgeladen ist, desto weniger belastet die Lichtmaschine den übrigen Fahrbetrieb. Dabei ist zu beachten, dass die Batterie nur so stark/schnell geladen wird, wie diese das auch ohne Überlastung verträgt. Der Überschuss wird im Lichtmaschinenregler verheizt. Beginnen Sie die Rekuperation daher lieber früher und ziehen Sie diese mit niedrigerer Motordrehzahl in die Länge, wenn Sie die Wahl haben. Auch die Druckerzeugung in Bremskraftverstärker und Servolenkung erfolgt durch die Motorbremse verstärkt. Soweit diese Druckreserve durch überflüssige Bremsmanöver nicht wieder verschwendet wird, wird der Motor nach der Bremsphase ebenfalls entsprechend entlastet.

Aus diesen Gründen empfiehlt sich auch während dem Bremsen mit dem Bremspedal die Motorbremse. Der Motor kann seine nutzlosen Runden im Standgas auch später drehen.

Stichworte:

Bremsenverschleiß

Motorbremse  Verzögern 

Schubabschaltung

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