Elefantenrennen

Auf der Arena der Autobahn entzündet Zorn, sobald die Chauffeure dicker LKW auf der linken Spur zum Elefantenrennen antreten. Dabei kann sich jeder Schöneres vorstellen, als stundenlang demselben stinkenden Schweinetransporter hinterherzufahren. Und welchen leistungsstarken ACTROS würde es nicht stinken, stundenlang eine Gurke zu verfolgen, die keinen Hügel ohne Anlauf bezwingt.

Der 100 fahrende Autofahrer, der ein 95er Hindernis bezwingen will, kann kurz beschleunigen, um den Überholvorgang zu verkürzen. Vor allem, wenn er unmittelbar zum Hindernis für eine Gruppe Raser wird. Sonst macht mein Beetle selbst ein Elefantenrennen.

Ob dieser Überholakt überhaupt Sinn macht, ist eine Mentalitätsfrage. Ich schreibe gerade aus den USA. Hier auf den Interstate-Highways herrschen Tempolimits zwischen 60 und 75 Meilen pro Stunde (100 bis 130 km/h). Und trotzdem toleriert man Langsamere. Lange bleiben vormals schnelle hinter einem auf der Spur. Keine Geste des Zorns im Rückspiegel. Und wenn es sie überhaupt packt, zu überholen, dann nur, weil jemand anderes es vormacht. Hier fahren LKWs schneller als in Deutschland. Aber auch sie bestehen nicht auf jede Meile pro Stunde.

Achtung:

Eine Bitte noch: Fahren Sie auf der Autobahn nicht langsamer als die LKWs. Wenn Brummis Sie überholen müssten, wäre das gefährlich und zumindest für die anderen ärgerlich.

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