Das (Standard-) Automatikgetriebe

Während in Europa Automatikgetriebe eine Seltenheit sind, sind sie in USA die Regel. Ähnliches gilt für die Verbrauchsanzeige - nur anders herum. Die Welten sind verschieden.

Auch Automatik ist nicht gleich Automatik. Moderne Sechs- (oder mehr) Gangautomatik können sehr gute Verbrauchswerte erzielen. Während die übliche Wandlerautomatik bauartbedingt immer einen Mehrverbrauch aufweist, können automatisiertes Schaltgetriebe oder Doppelkupplungsgetriebe (DKG) ohne nennenswerten Mehrverbrauch gefahren werden.

Ein hoher Gang ist entscheidend für niedrigen Verbrauch. Wer das versteht, kann es nicht hören, wenn Drehzahlen hochjaulen, obwohl keine Kraft gebraucht wird. Doch wie gelange ich in einen sparsamen Gang, wenn ein Automatikgetriebe über das Schalten waltet? Ist man dem Wohlwollen der Geister, die man rief, hilflos ausgeliefert?

Den Gang wählen, trotz Automatik

Spritsparend ist, mit mäßigem Gas früh hoch zu schalten, doch je mehr Gas man gibt, desto länger bleibt die liebe Automatik im niederen Gang. Was will man da noch tun?

Getriebe mit Halbautomatik (Tiptronic)

Hier hat der Fahrer die Möglichkeit, via Knöpfe am Lenkrad oder via seitlicher Bewegung am Fahrstufenhebel den Gang zu verstellen. Das Selberschalten lohnt sich, wenn die Automatik unnötig hoch dreht, zum Beispiel Berg hoch oder beim Beschleunigen. Auch das Festhalten eines Ganges ist sinnvoll. Zum Beispiel der höchste Gang auf der Autobahn, wenn die Automatik bei leichter Gasabschwächung schon runterschalten würde.

Direktschaltautomatikgetriebe mit Tempomat:

Bei eingeschaltetem Tempomat und mindestens Motorbremsgefälle (15/12 %) lässt sich durch mäßiges Reduzieren der Sollgeschwindigkeit unter die Istgeschwindigkeit der Motorbremsbetrieb aktivieren. Wird zusätzlich der Bremskontakt betätigt (Fußbremspedal kurz leicht antippen, so dass nur die Bremsleuchten aufleuchten), kann das Getriebe auch zum Herunterschalten gezwungen werden, um Übergeschwindigkeit abzubauen. Erst wenn die temperaturabhängig zulässige Maximaldrehzahl erreicht ist, greift der Tempomat automatisch auch auf die Bremse zurück.

Getriebe mit Programmwahl

Zum Beispiel lässt sich zwischen Winter- und Sommerprogramm wählen, oder zwischen wirtschaftlicher oder sportlicher Schaltweise. Auf anderen steht nur ein D und ein S. Wer nicht täglich Rennen fährt, fährt mit W oder D besser.

Fahrstiladaptive Systeme

Hier soll die Elektronik den Fahrstil erkennen und die Automatik soll entsprechend schalten. Gibt der Fahrer relativ wenig Gas schalten sie auf wirtschaftliche Weise und beharren dort. Überwiegt starkes Gasgeben, schnappt die Automatik in den Sportmodus und nutzt die niederen Gänge, die der sparsame Fahrer tunlichst vermeiden will. Hier hilft nur viel Gefühl mit dem Gaspedal und Geduld, damit die Automatik keinen Sportanfall bekommt.

Stufenlose Getriebe

bei stufenlosem Getriebe vermeidet eine gleichmäßige verteilte Beschleunigung bei konstanter Drehzahl übermäßige Verluste durch Änderungen des Betriebspunkt des Getriebes und des Motors, etc...). Man fährt effizient wenn die Drehzahl niedrig bleibt und genug Kraft zum Beschleunigen bleibt.

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