Feste oder adaptive Zündwinkelverstellung?

Verschiedene Benzinsorten sind unterschiedlich teuer und enthalten auch unterschiedlich viel Energie (Oktanzahl). Letzteres führt bei gleicher Temperatur auch zur unkontrollierten vorzeitigen Selbstzündung bei unterschiedlichem Druck.

Bis in die 70er gab es dafür entweder Super- oder Normalbenzinmotoren. Da Superbenzin am höchsten verdichtet werden kann, bevor unerwünschte Selbstzündungen erfolgen, laufen Normalbenzinmotoren sowohl mit Normalbenzin, als auch mit Super. Allerdings verpuffte bei letzterem der höhere Energiegehalt ungenutzt.

Ende der 70er war ebenfalls BMW Vorreiter und führte die adaptive Zündwinkelverstellung ein. Dabei wird der Drehwinkel zwischen der oberen Kolbenstellung und der Kolbenstellung zum Zündzeitpunkt in 3 Grad-Schritten langsam verändert, bis Selbstzündungen sich durch „Motorklopfen“ bemerkbar machen. Dann wird wieder um 3 Grad zurück geregelt.

Durch dieses Verfahren wurde der Allbenzinmotor, der mit beiden Benzinsorten und auch mit noch klopffesteren neuen Sorten wie z. B. Shell V-Power effektiv gefüttert werden kann, geboren. Lediglich den Sortenwechsel sollte man nicht zu häufig vollziehen. An Stelle des abgeschafften Normalbenzins ist die Sorte „E10“ gerückt. „Super verbleit“ war benötigt worden, um Korrosion an den Ventilschäften älterer Motoren zu vermeiden und um die Ventilsitze zu dämpfen.

Kurz nachdem der gesundheitsschädliche Einfluss von Bleiadditiven erkannt worden war, hat man diesen Treibstoff für ältere Fahrzeuge durch das unverbleite „Super Plus“ ersetzt. Die Ventilschäfte damals neuer Fahrzeuge wurden außerdem fortan aus besserem Material gefertigt, so dass auf das teure „Super Plus“ verzichtet werden konnte. Heutzutage kann man ebenfalls seit geraumer Zeit unterstellen, dass jeder Benzinmotor inzwischen beide Verbesserungen serienmäßig bereits enthält.

Stichworte:

E10

Oktanzahl

Selbstzündung

Super Plus

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