e-Gas-/Erdgas/Verbrennungshybrid

Der „e-Gas-/Erdgas/Verbrennungshybrid“ ist eine Neuentwicklung von Audi. Seit Beschluss unserer Regierung zum Kernenergieausstieg wurden zahlreiche regenerative Kraftwerke errichtet.

Windkraft- und Photovoltaiksolarkraftwerke können nur Strom produzieren, solange Wind weht oder die Sonne scheint. Gibt es davon ein augenblickliches Überangebot, wird mehr Strom erzeugt, als gebraucht wird oder als abtransportiert werden kann. Die Speicherkapazitäten durch Pumpspeicherbecken, Akkus, Solartankstellen oder Rundsteuerempfänger für diesen „Dispositionsstrom“ sind begrenzt und teilweise ausgesprochen verlustreich. Der Export ins Nachbarausland belastet die dort kalkulierten Strompreise und bringt die EVU’s an die Grenzen des Ruins, so dass diese sich mit Phasenschiebetransformatoren an der Grenze dagegen schützen. Aus diesem Grund wird künftig vorwiegend mit Dispositionsstrom durch Gleichrichtung und Elektrolyse Wasser in Wasserstoff, Sauerstoff und Wärme zerlegt.

Biogasanlagen sind durch die verfügbaren Anbauflächen begrenzt und erzeugen aus der dort angebauten Biomasse (vorwiegend Mais) rund um die Uhr gleichmäßig viel Strom, Wärme und Kohlendioxydgas als Abfallnebenprodukt. Die Energieerzeugung zählt dennoch zu den kohlendioxydneutralen, da das umweltschädliche Gas erst kürzlich (innerhalb maximal einem Jahr) durch Photosynthese von der Pflanze aus der Atmosphäre gebunden wurde und jetzt lediglich in gleicher Menge wieder freigesetzt wird.

Wahrscheinlich aufgrund der erhöhten Explosionsgefahr wird das gewonnene Wasserstoffgas im richtigen Verhältnis mit dem Kohlendioxydgas gemischt, um gefahrlos transportierbares „eGas“ zu gewinnen (steht vermutlich für „Elektrogas“).

Der Hybrid Audi A3 1,4 TCNG (Turbo Compressed Natural Gas), der noch 2013 markteingeführt werden soll, enthält neben dem Verbrennungsmotor, dem Gasumbau und dem Erdgastank einen zweiten eGas-Tank. Ob es zwei verschiedene Gasbetriebsarten gibt oder ob das eGas mit dem Erdgas gemischt und gleichzeitig verbrannt wird, ist unklar. Ebenfalls noch unklar sind Preise und Tankstellennetz für das eGas. Fest steht bisher nur, dass dieser Antrieb als extrem schadstoffarm gilt, da das Kohlendioxyd aus der eGas-Verbrennung als CO2-neutral gilt und somit vom übrigen abgezogen werden darf, so dass der gesamte Hybridantrieb mit nur 30 g/km einen Schadstoffausstoß weit unterhalb jeder Freigrenze erzeugt. Der Schadstoffanteil der KFZ-Steuer ist somit zeitlich unbegrenzt kostenlos. Kohlendioxyd aus fossilen Brennstoffen wie Benzin, Diesel, LPG oder Erdgas war zwar ebenfalls durch Pflanzen gebunden worden, zählt jedoch nicht als CO2-neutral, da das bereits vor mehreren Millionen Jahren passierte.

Aus ökologischer Sicht bewerte ich dieses Konzept als zukunftsweisend. Allerdings sehe ich bis zur Etablierung noch einen sehr langen Weg.

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